LGB 22064
| Artikelnummer: | 22064 |
RhB E-Lok Ge 6/6 II 703 St. Moritz
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RhB-Elektrolok der Baureihe Ge 6/6 II Für die ab Mitte der 1950er-Jahre geplanten Kraftwerksbauten im Bergell (Albigna) und den damit zusammenhängenden, umfangreichen Zementtransporten von Untervaz bei Landquart ins Engadin (bis zu 1.000 t täglich) benötigte die Rhätische Bahn (RhB) dringend leistungsstärkere Lokomotiven mit folgenden Anforderungen: Eine Maschine allein sollte einen Zug mit den für die Kupplungen größten zulässigen Anhängelasten führen können, welche bei 35 ‰ Steigung (Albulalinie) rund 250 t und bei 45 ‰ Steigung (Küblis – Davos) noch rund 180 t betrugen. In Zusammenarbeit mit SLM (mech. Teil) sowie BBC und MFO (elektr. Teil) ergab sich so eine Maschine mit drei 2-achsigen Drehgestellen und einen in der Mitte durch ein Gelenk geteilten Lokkasten, was den gestellten Bedingungen und insbesondere den Streckenverhältnissen der RhB am besten entsprach. 1955 wurden zunächst zwei solche Loks der Bauart Ge 6/6 II bestellt und bis Mitte 1958 mit den Betriebsnummern 701 und 702 ausgeliefert. Die äußeren Drehgestelle sowie die Einphasen-Reihenschlussmotoren waren identisch mit denen der Ge 4/4 I 601-610. Geregelt wurden die 294 kW (400 PS) starken Fahrmotoren durch eine dem damaligen Stand der Technik entsprechende Niederspannungs-Stufenschaltersteuerung. Vorhanden waren insgesamt 28 Fahrstufen mit Spannungen von rund 70 V bis 480 V und 15 elektrische Bremsstufen. Die Rekuperationsbremse arbeitete dabei in Talfahrt nach der bewährten MFO-Erregermotorschaltung.
